Clubtreffen

Lions Club Hannover-Maschsee 1988 – 2017

Der Lions Club Hannover-Maschsee wurde im August 1988 auf Initiative des damaligen Distrikt-Governors – 111 NH – Dr. Kurt Rizor gegründet. Dr. Rizor war von 1992 bis 1994 International Director und kandidierte 1998 bei der World Convention in Birmingham zum International President für das Jahr 2000, leider ohne Erfolg. Als Distrikt- Governor hatte Dr. Rizor sich zum Ziel gesetzt, neue Clubs zu gründen. Er hatte einige Namen zusammengetragen und lud die Herren dreimal zu Vorbereitungsgesprächen ein. Am 10. August 1988 fanden sich 27 Interessierte in der „Insel“ am Maschsee zur Gründung eines neuen Clubs in Hannover bereit, weitgehend Herren mittleren Alters, dazu einige jüngere, die aus dem Leoclub Ernst- August hervorgegangen waren. Reine Frauenclubs oder gemischte Lions Clubs waren damals in Deutschland noch nicht üblich. Gründungspate war der Lions Club Hannover-Leinetal. Gründungspräsident wurde Rechtsanwalt Michael Graaff, der das Amt bis zum Sommer 1990 weiterführte. Am 25. November 1988 feierten wir in festlichem Rahmen die Charter-Night im Maritim-Stadthotel mit einer großen Tombola. Das Maritim-Stadthotel wurde für einige Jahre unser Clublokal

 

Der Beginn unseres Clublebens war nicht einfach. Zunächst musste man sich näher kennen lernen. Dann waren viele Regularien zu klären und zu bearbeiten; man glaubt ja nicht, wie bürokratisch amerikanisch geprägte Organisationen sein können. Erste Aktivitäten wurden verabredet, Vorträge und Ausflüge organisiert. Im Oktober 1989 erfuhr unser Clubleben einen ersten Höhepunkt. Im Congress Centrum Hannover veranstalteten wir ein Benefizkonzert mit Originaleinspielungen berühmter Pianisten der Jahre 1900 bis 1930 auf einem Fazioli-Flügel. Unter den 400 Zuhörern war auch der damalige International President der Lions-Bewegung, William Woolard, und natürlich Dr. Kurt Rizor. Der Ertrag dieser Veranstaltung kam dem Verein zur Förderung und Behandlung krebskranker Kinder in Hannover zugute.

 

Von den Gründungsmitgliedern sind heute noch zwölf Lionsfreunde im Club, einige sind aus beruflichen Gründen von Hannover fortgezogen, einige sind aus unterschiedlichen Motiven aus der Lions-Bewegung ausgetreten, drei Lionsfreunde, Wolfgang Rauck, Binnecker und Michael Graaff, sind – viel zu früh – bereits gestorben.

 

Es war uns immer wichtig, neue Mitglieder – vor allem jüngere – für den Club zu gewinnen, auch mit dem Risiko, dass sie uns wegen ihrer beruflichen Karrieren nach einiger Zeit wieder verlassen.  Wir sind stolz darauf, dass der Club stetig gewachsen ist und heute eine erfreuliche Mischung der Altersgruppen aufweist, zurzeit vom Geburtsjahrgang 1927 bis zum Jahrgang 1972. Jedem Mitglied ist jedoch bewusst, dass dies eine Daueraufgabe bleibt und Stillstand Rückschritt wäre. Ein weiterer Aspekt bei der Aufnahme neuer Mitglieder war das Spektrum der Berufsfelder, die unseren Club reich an Erfahrungen und Anregungen machen.

 

Den Zusammenhalt in unserem Club haben verschiedene Faktoren gefördert. Ein ganz wichtiger Faktor waren und sind – wie es sich für einen Lionsclub gehört -  gemeinsame Aktivitäten unter dem Motto „we serve“. Seit 1991 spielen wir in der Weihnachtszeit Drehorgel in der Fußgängerzone von Hannover, zumeist am Eingang zum Weihnachtsmarkt. Wir sammeln Spenden für bedürftige Kinder – mit Erfolg. In 17 Jahren haben wir rund 85.000 Euro zusammengetragen. In den letzten Jahren haben wir die Spendengelder der Nordstädter Kindertafel in der Lutherkirche zur Verfügung gestellt, die in Zusammenarbeit mit der Berufsbildenden Anna-Siemsen-Schule dafür sorgt, dass bedürftige Kinder einmal am Tag ein warmes Essen erhalten.

 

Eine andere Aktivität war das Scheunenfest „Tanz in den Mai“, das wir von 1992 bis 1995 mit großem Erfolg in Isernhagen veranstaltet haben. Dieses Fest hat danach unser Patenclub Isernhagen-Burgwedel übernommen. Mit unseren Spendengeldern aus dem Scheunenfest haben wir uns damals intensiv an dem internationalen Sight-First-Programm der Lions-Bewegung beteiligt, so dass unser Club 1994 dafür von Lions International ausgezeichnet wurde.

 

Eine weitere Aktivität begann im Februar 1997. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater und dem Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter – IFF -  veranstalten wir seither Konzerte mit jungen Künstlern, die dringend Gelegenheiten zum Auftreten brauchen und sich natürlich auch über ein Honorar freuen. Darüber hinaus fördern wir finanziell die Teilnahme junger Künstler an internationalen Wettbewerben in den USA, England oder Israel. Anfangs fanden unsere Konzerte im Maritim-Stadthotel statt, dann durften wir sie jahrelang in der Kuppelhalle des Niedersächsischen Landesmuseums veranstalten; seit drei Jahren sind wir in das „Theater Cavallo“, ehemals königliche Reithalle,  umgezogen; damit entfällt zum Glück der aufwendige Transport eines geeigneten, anspruchsvollen Flügels.

 

Andere Aktivitäten seien hier nur am Rande erwähnt: (siehe auch unter „Projekte“) Einsätze auf Flohmärkten mit Bücher-, Bier- und Wurstständen, Sammeln von Brillen und Hörgeräten für das Valdivia-Hilfsprojekt der deutschen Lions, Förderung von Grundschülern in Bothfeld, Gehrden und Klefeld im Rahmen des Programms „Klasse 2000“ (Suchtprävention und Gesundheitsförderung), Förderung eines Stadtteil-Bauernhofs, Finanzierung einer technischen Hilfseinrichtung für das Landesblindenzentrum in Hannover, Förderung von außerschulischer Bildung im Jugendzentrum Mühlenberg und sportlicher Freizeitgestaltung an der Humboldt-Schule, Förderung der Initiative bed-by-night für Straßenkinder in Hannover, Zuwendung an die Bürgerstiftung Hannover für die Antikriminalitätstherapie für Jugendliche durch Sport, Förderung schwerstbehinderter Kinder im Rahmen der HAZ-Weihnachtshilfe, Zuwendung an die Drogenstation MECKI für die Beschaffung medizinischer Geräte, Förderung der Kindertagesstätte Canarisweg in Mühlenberg, Zuwendung an den Verein Violetta in Hannover für die Betreuung sexuell missbrauchter Mädchen usw.

 

Unser Anspruch war und ist es noch, möglichst dort zu helfen, wo das soziale Netz nicht hinreicht; und möglichst nicht nur mit Geldspenden zu helfen, sondern durch eigenen Einsatz. Dieser Anspruch ist nicht leicht zu verwirklichen, erfordert er doch ständige Suche und gründliche Recherche. Die Diskussionen über geeignete Activities begleiten unser Clubleben seit 20 Jahren.

 

Ein weiterer, ganz wesentlicher Faktor unseres Zusammenhalts sind gemeinsame Wochenend-Reisen. An diesen Reisen können natürlich nie alle Clubmitglieder teilnehmen, wer aber die Zeit hat, nutzt die Reisen für Gespräche mit Clubmitgliedern, zu denen der Kontakt bis dahin noch nicht sehr intensiv war. Man lernt sich viel besser kennen. Hinzu kommen die gemeinsamen Erlebnisse. An diesen und allen übrigen Aktivitäten nehmen selbstverständlich stets die Ehefrauen bzw. Partnerinnen teil.

Ein dritter Faktor unseres Zusammenhalts sind die Clubveranstaltungen. Wie schon bei den Reisen hat jeder Präsident auch hier die Möglichkeit, mit Hilfe eines interessanten Programms das Clubleben zu gestalten. Zum einen gibt es Vorträge von Clubmitgliedern aus ihrem Berufsfeld oder aus dem Bereich ihrer Hobbys und solcher bekannter Referenten. Hinzu kommen Besichtigungen diverser Einrichtunge und Fimen mit anregenden Gesprächen außerhalb des Clubhotels

 

Festlich gestaltet unser Club seinen traditionellen Neujahrsempfang, zu dem die Präsidenten aller Lions-Clubs von Hannover eingeladen werden.  Auch der Ämterwechsel im Juni jedes Jahres gehört zu den Höhepunkten des Clublebens, weil jeder scheidende Präsident dafür einen besonderen Rahmen sucht.

 

Seit Bestehen unseres Lions Clubs haben wir zwei Club - Partnerschaften begründet. Wir sind im Herbst 1997 nach Israel gereist und haben mit dem LC „Ramat Gan“ eine Jumelage geschlossen. Wir waren der erste deutsche Lions Club, der eine Partnerschaft mit einem israelischen Club verabredete. Eine zweite Partnerschaft haben wir im Jahr 2001 mit dem LC „Poznan 1990“ vereinbart. Diese Partnerschaft entsprang zunächst dem Wunsch, einen Partnerclub in einem gut erreichbaren Land zu haben.

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